Vitamin B12: Alles, was Sie über Wirkung, Einnahme und Mangel wissen sollten!

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Das Thema Vitamin B12 und ein etwaiger Mangel ist schon seit geraumer Zeit für viele Menschen, die sich für Gesundheitsthemen interessieren, sehr wichtig. So manchem ist dieses Vitamin auch unter dem Begriff „Cobalamin“ bekannt.

Autor: SV-Redaktion | Aktualisiert: 23. Februar 2020

Vitamin B12 ist für mich als Veganer ein Muss! Erfahren Sie auch, warum Nicht-Veganer dieses Vitamin ungedingt supplimentieren sollten!

Inhaltsverzeichnis

Neben einer starken Licht- und Hitzeempfindlichkeit hat Vitamin B12 außerdem eine gute Wasserlöslichkeit inne. Da weder Pflanzen noch Tiere das Vitamin selbst bilden können sind sie auf Mikroorganismen angewiesen, die das Vitamin produzieren. Jene Mikroorganismen leben auf der Oberfläche von (ungewaschener) Kleidung sowie im Verdauungstrakt von Menschen oder Tieren.

Durch Dünger, der tierischen Ursprungs ist, sind Pflanzen in der Lage Cobalamin aufzunehmen.

Der Großteil des Vitamins wird in der Leber gespeichert. Von dort aus kann der Bestand über Jahre abgebaut werden. Eine etwaige Mangelversorgung an Vitamin B12 macht sich dadurch also erst nach längerer Zeit bemerkbar.

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In diesem Ratgeber möchten wir Ihnen mehr über dieses spezielle Vitamin berichten. Außerdem nehmen wir diverse B12 Präparate unter die Lupe und hoffen somit einige Ihrer Fragen beantworten zu können.

Was ist Vitamin B12?

Was ist eigentlich Cobalamin? Diese grundsätzliche Frage, auf deren Antwort alles andere aufbaut, möchten wir hier natürlich zuallererst beantworten.

Bei Vitamin B12 handelt es sich um ein essentielles Vitamin, welches nicht vom Körper selbst gebildet werden kann, sondern regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Es wird vom Körper für diverse zentrale Funktionen benötigt und ist unter anderem für folgende Aufgaben im menschlichen Körper unerlässlich:

  • Für eine gesunde Funktion von Nerven und Gehirn
  • Es ist notwendig für den Erhalt einer gesunden Psyche
  • Für die Produktion der roten Blutkörperchen
  • Notwendig für den Erhalt der körperlichen und mentalen Energie

Wissenswert ist außerdem, dass der Begriff „Vitamin B12“ quasi ein Sammelbegriff für diverse Verbindungen mit dem gleichen chemischen Grundgerüst, den sogenannten Cobalaminen, ist. Im Essen kommen diese zumeist gebunden an Eiweiße vor.

Wie wirkt Vitamin B12 in meinem Körper?

Im Körper wirkt Vitamin B12 als sogenanntes Coenzym. Im Klartext bedeutet dies, dass das Vitamin deshalb von Nöten ist, damit andere Enzyme ihre Arbeit überhaupt verrichten können. Die Reaktionen, die damit zusammenhängen sind abhängig vom Cobalamin. Was wiederum bedeutet, dass diese Reaktionen ohne jenes Vitamin gar nicht ablaufen würden, beziehungsweise könnten.

Hinter Methylcobalamin und Adenosylcobalamin verbergen sich die beiden, im Körper aktiven Coenzym-Formen des Vitamin B12. Die beiden Co-Enzyme sorgen nicht nur für ganz unterschiedliche Reaktionen, sondern wirken auch an unterschiedlichen Orten. Und genau aus diesem Grund benötigen wir auch beide Formen von Vitamin B12. Eine Besonderheit ist, dass der menschliche Organismus in der Lage ist, die eine Variante in die andere Variante umzuwandeln.

Cobalamin und Psyche

Wie zu Beginn schon erwähnt ist B12 für eine normale Funktion der menschlichen Psyche unerlässlich. So wird das Vitamin beispielsweise für die Produktion von einigen Hormonen und Neurotransmittern benötigt, die dann wiederum die eigene kognitive Leistungsfähigkeit sowie die Stimmung maßgeblich beeinflussen.

Cobalamin und Energie

Für einen normalen Energiestoffwechsel ist B12 ebenfalls unerlässlich. Außerdem trägt es zur Verringerung von Müdigkeit bei und wirkt so hier gleich auf verschiedene Art und Weise.

  1. Es wirkt in den Mitochondrien: Als Adenosylcobalamin wirkt das Vitamin direkt in den Mitochondrien. Die Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen und liefern Energie für alle Körperzellen. Durch eine gute Versorgung mit Vitamin B12 wird die Energieproduktion in den Mitochondrien gefördert.
  2. Es fördert die Blutbildung: Es fördert die Blutbildung und gleichzeitig auch den Sauerstofftransport. Durch einen guten Vitamin B12 Spiegel wird der Sauerstofftransport im Blut optimiert und dadurch die Müdigkeit verringert.
  3. Es fördert die Produktion von Coenzym Q10, Kreatin und Carnitin: Kreatin trägt in hohem Maß zur Funktion von Hirn und Nerven bei. Außerdem ist es an der Energieversorgung der Muskeln beteiligt. Außerdem ist Kreatin von Nöten um ATP – den universellen Energielieferanten unseres Körpers – zu bilden.

Mit Hilfe von Carnitin werden die Fettsäuren zu den Mitochondrien transportiert, um daraus dann neue Energie zu gewinnen. Auch das Coenzym Q10 spielt bei der Energieproduktion eine Rolle. Zudem ist es maßgeblich bei der Gewinnung von ATP, aus der Nahrung heraus, beteiligt.

Cobalamin und Nerven

Für die Funktion von Nerven und Gehirn ist B12 ein äußerst wichtiger Nährstoff. Ein stetiger Mangel dessen kann zu schweren Nervenstörungen oder zu andauernden Schädigungen des Gehirns und Nervensystems führen.

Vitamin B12 bindet nicht nur Cyanid und Stickstoffradikale, sondern ist darüber hinaus am Abbau von Stoffen (Methylmalonsäure und Homocystein) beteiligt, welche sich schädigend auf das Nervensystem auswirken können.

Des Weiteren wird das Vitamin zum Aufbau und Erhalt der Myelinschicht benötigt. Bei der Myelinschicht handelt es sich um eine Membran die reich an Lipiden ist. Sie umgibt quasi als eine Art Ummantelung die Nerven und schützt diese so vor eventuellen Schädigungen.

Vitamin B12 Tagesbedarf: So viel Cobalamin sollten Sie laut DGE aufnehmen

In einer Tabelle veröffentlichte die DGE Schätzwerte, welche Menge an Vitamin B12 täglich aufgenommen werden soll. Die Mengen sind unterschiedlich, je nach Altersklasse und ob die betreffende Person beispielsweise schwanger ist oder aktuell stillt. So wird beispielsweise für Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahre eine tägliche Zufuhr von 3,5 µg veranschlagt. Jugendliche und Erwachsene ab einem Alter von 13 Jahren sollten hingegen auf eine Zufuhr von 4,0 µg pro Tag kommen.

Vitamin B12 Aufnahme über Lebensmittel

Die Aufnahme dieses B-Komplexes ist nahezu ausschließlich über tierische Lebensmittel wie Fleisch, Fisch und Milchprodukte möglich. Pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse oder Obst hingegen enthalten kaum bis gar kein Vitamin B12. Aus diesem Grund sind Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, häufig auf die Einnahme von synthetischen Präparaten angewiesen.

Diese Lebensmittel enthalten viel Cobalamin!

Der tägliche Bedarf an Cobalamin ist glücklicherweise nicht so hoch. Wenn Sie sich ausgewogen ernähren, sollten Sie keine Probleme haben und den Tagesbedarf meist ziemlich gut decken. Dennoch fragen sich immer mal wieder Menschen, welche Lebensmittel denn nun besonders gute Lieferanten des Vitamins sind. Dieser Frage sind wir auf den Grund gegangen und möchten Ihnen hier die Lebensmittel aufzählen, die mit einem besonders hohen Gehalt an B12 punkten können:

  • Rinder- und Kalbsleber
  • Austern
  • Kaninchen
  • Forelle
  • Hering
  • Rind- und Schweinefleisch
  • Emmentaler
  • Camembert
  • Hühnerei

Pflanzliches Cobalamin – Welche Pflanzen enthalten Vitamin B12?

Es gibt zwar immer mal wissenschaftliche Studien, die beschreiben, dass beispielsweise fermentierte Sojaprodukte, getrocknete Shiitake Pilze, Sauerkraut oder auch Wurzel- und Knollengemüse Spuren des Vitamin B12 aufweisen. Allerdings sind diese Mengen so gering, dass sie zur Deckung des täglichen Bedarfs nicht genügen. Hinzu kommt der Unsicherheitsfaktor, denn bisweilen ist nicht zuverlässig geklärt, ob die Form des darin vorkommenden B-Komplexes auch vom Menschen verwertet werden kann.

Allerdings, so scheint es zumindest, gibt es wohl eine Ausnahme: die getrocknete Nori Alge. Untersuchungen zur Folge würde der tägliche Verzehr von 4g der Alge genügen, um den täglichen Bedarf zu decken. Doch ob dies tatsächlich auch zutrifft, an diesem Punkt scheiden sich die Geister. Sodass man davon ausgehen muss, dass auch diese Alge keine zuverlässige pflanzliche Quelle für Vitamin B12 darstellt.

Veganer und Vegetarier müssen besonders auf Vitamin B12 Versorgung achten

Die vegetarische oder auch die vegane Ernährungsform – sie sind nach neuesten Erkenntnissen die wohl gesündesten Ernährungsformen. Und im Prinzip lässt sich auch der Bedarf an essentiellen Nährstoffen decken. Eine Ausnahme allerdings bildet B12, da es nahezu ausschließlich in Fleisch und Milchprodukten zu finden ist.

Haben Vegetarier aufgrund ihrer Ernährungsform noch einige Nahrungsquellen für die B12-Lieferung, so fallen diese Quellen bei vegan lebenden Menschen komplett weg.  Aufgrund der Tatsache, dass der Körper das Vitamin speichert, kann die mangelnde oder fehlende Aufnahme des Vitamins über einige Jahre kompensiert werden, bevor es dann letztendlich zu Mangelerscheinungen kommt.

Ist ein Cobalamin Mangel durch vegane Ernährung garantiert?

Entscheiden Sie sich erst im späteren Leben für einen veganen Lebensstil, dann hat Ihr Körper ein natürliches Depot an Vitamin B12 angelegt. Die eingelagerten „Vorräte“ werden über die Jahre hinweg abgebaut. Das bedeutet auch je länger ein Depot aufgefüllt wurde, umso mehr kann davon gezehrt werden.

Wird dieses Vitamin allerdings nicht mehr zugeführt, dann kommt es nach einigen Jahren garantiert zu einem Mangel und somit treten diverse Mangelerscheinungen mit teilweise gravierenden Folgen auf.

Besonders gefährdet sind in diesem Zusammenhang Kinder, die vegetarisch oder vegan ernährt werden, da diese nicht oder kaum auf ein körpereigenes Depot an Vitamin B12 zurückgreifen können.

Warum bekommen pflanzenfressende Tiere keinen B12-Mangel?

Wie weiter oben schon erwähnt, wird das Vitamin aus Mikroorganismen gewonnen. Diese kommen im Boden, in manchen Algen aber auch im Körper von Tieren und Menschen vor. Bei Wiederkäuern ist eine Zufuhr von außen nicht nötig, da bei Ihnen das Vitamin in ausreichendem Umfang im Vormagen gebildet wird.

Andere Pflanzenfresser hingegen nehmen kleine Mengen des Vitamins über Erdreste oder mittels Überreste von Kot auf, die ebenfalls B12 produzierende Mikroorganismen enthalten und die ihrer Nahrung anhaften.

Für den Menschen ist eine derartige körpereigene Produktion nur mit Hilfe von Darmbakterien möglich. Allerdings wird diese aufgrund gesundheitlicher Gründe nur in den seltensten Fällen erzielt. Daher sind wir heute nahezu ausschließlich auf eine externe Zufuhr durch Nahrungsmittel angewiesen.

Sollten Veganer B12 Präparate einnehmen?

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Vegane Verbände sind mittlerweile dazu übergegangen den Menschen, die sich ausschließlich vegan ernähren, die Einnahme von B12 Präparaten nahezulegen. Dies kann beispielsweise in Form von bestimmten Produkten sein, die mit dem Vitamin angereichert wurden oder bestimmten synthetischen Präparaten geschehen.

Eine körpereigene Versorgung wäre zwar theoretisch möglich, allerdings nur bei extrem guter Darmgesundheit. Außerdem müssten noch weitere komplexe Kriterien erfüllt werden, sodass die Voraussetzungen hierfür praktisch nie erreicht werden können.

Aufgrund der mangelnden Möglichkeiten das Vitamin mit der Nahrung aufzunehmen, ist es tatsächlich ratsam als vegan lebender Mensch zu entsprechenden synthetischen Präparaten zu greifen.

Vitamin B12 Mangel – Alles, was Sie wissen sollten!

Wie Sie nun sicherlich schon bemerkt haben, beeinflusst Cobalamin fast alle gesundheitlichen Bereiche positiv. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass ein Mangel verheerende Folgen nach sich ziehen kann. Leider, muss man sagen, bleibt ein Mangel dieses Vitamins lange Zeit meist unentdeckt. Verantwortlich hierfür ist, dass sich ein Mangel schleichend einstellt.

B12 gehört zu der Gruppe der wasserlöslichen Vitamine. Was bedeutet, dass diese dem Körper ständig und möglichst regelmäßig zugeführt werden müssen, da sie eben auch recht schnell ausgeschieden werden.  Positiv ist jedoch, dass der Körper in diesem Bezug einen effektiven Mechanismus besitzt. So recycelt er in Leber und Niere den B-Komplex und ist in der Lage eine gewisse Menge des Vitamins zu speichern.

Nur aus diesem Grund ist es unserem Körper möglich, überhaupt längere Zeit ohne die Zufuhr von B12 auszukommen. So können im Durchschnitt etwa 6 Jahre ins Land ziehen, bis sich überhaupt Mangelerscheinungen zeigen. Deutliche Symptome, die für einen Mangel sprechen, sind unter anderem Blutarmut oder Störungen aus dem neurologischen Spektrum.

Erhöhter Bedarf in bestimmten Lebenslagen und bei verschiedenen Personengruppen

Ein Mangel des Vitamins kann auch dann auftreten, wenn beispielsweise ein erhöhter Bedarf besteht. Ist ein erhöhter Bedarf vorhanden, dann können unter Umständen die normalen Essgewohnheiten den Mehrbedarf nicht mehr decken.

In folgenden Situationen besteht ein erhöhter Bedarf:

  1. Bei Rauchern

B12 bindet nicht nur das Nervengift Cyanid, sondern fungiert ebenfalls als Radikalfänger für Sauerstoff- und Stickstoffradikale. Ist nun, wie es bei Rauchern der Fall ist, die Belastung durch Gifte und Radikale erhöht, dann werden nicht unerhebliche Mengen des Vitamins im Rahmen der Entgiftung benötigt. Diese stehen somit nicht mehr dem Stoffwechsel zur Verfügung.

  1. Bei Infektionen

Aufgrund der Immunabwehr bei Infektionen ist der Bedarf bei vielen unterschiedlichen Nährstoffen erhöht, auch der von Vitamin B12.

  1. Bei Stress

Länger anhaltende Stresssituationen führen auf mehrfache Art und Weise zu einem erhöhten Bedarf an Vitamin B12. So kann Stress leichte und zumeist zu unbemerkten Magen- und Darmproblemen führen. Aufgrund der nervlichen Belastung verändert sich die Zusammensetzung der Verdauungssäfte. Außerdem kommt es zu einer Veränderung der Verdauungstätigkeit im Allgemeinen, was dazu führt, dass es zu einer verminderten Aufnahme kommt.

In stressigen Situationen kommt es des Weiteren zu einer vermehrten Produktion von Neurotransmittern und Hormonen wie beispielsweise Adrenalin, Noradrenalin und Serotonin. An diesen Vorgängen ist B12 mitbeteiligt und so kommt es auch hier zu einem erhöhten Bedarf.

Das Tückische hier ist, dass Stress sich in vielen unterschiedlichen Formen äußern kann und in vielen Fällen gar nicht als solcher wahrgenommen wird. So können beispielsweise ein komplexes Familienleben, schwierige Umbruchsituationen, Schlafmangel, emotionale Prozesse oder intensive Arbeitstage zu Stressreaktionen und damit zu einem erhöhten Bedarf an vielen Nährstoffen führen.

  1. Bei Kraft- und Leistungssportlern

Obwohl Sport, in gesundem Ausmaß, gut für den Körper ist so wirkt er, intensiv betrieben, ähnlich wie Stress.  So werden zum Beispiel beim Kraftsport starke anabolische Prozesse in Gang gesetzt, die für einen erhöhten Bedarf an Vitamin B12 sorgen.

  1. Während Schwangerschaft und Stillzeit

Das Vitamin spielt bei der Zellteilung sowie bei der Entwicklung von Gehirn und Nervensystem eine enorm wichtige Rolle. Daher ist B12 auch für die kindliche Entwicklung essentiell. So haben Kinder im Mutterleib sowie in den ersten Lebensjahren einen erhöhten Bedarf.

Während der Schwangerschaft und der Stillzeit muss dieser Bedarf über die Ernährung der Mutter gedeckt werden. Denn sonst droht nicht nur für das Kind, sondern auch für die Mutter ein Mangel. In diesem Zeitraum ist die Einnahme von synthetischen Präparaten sinnvoll. Denn in den meisten Fällen liefert die aufgenommene Nahrung nicht die ausreichende Menge.

Personengruppen, die besonders gefährdet sind im Hinblick auf einen B12 Mangel:

  • Menschen mit Magen- und Darmproblemen
  • Ältere Menschen
  • Leistungs- und Kraftsportler
  • Raucher
  • Personen mit fehlendem Intrinsic Factor
  • Frauen während der Schwangerschaft und Stillzeit
  • Vegetarier sowie Veganer, insbesondere Kinder
  • Menschen die aufgrund von Diabetes, AIDS, Depressionen, Epilepsie oder erhöhtem Cholesterin medikamentös behandelt werden

Aufnahmestörungen von Vitamin B12 – Mangel trotz ausgewogener Ernährung

Die Aufnahme kann auf verschiedene Art und Weise gestört werden. Doch bevor wir hierauf näher eingehen, möchten wir Ihnen kurz die beiden Wege erklären, über die Cobalamin vom Körper aufgenommen wird.

Aktive Aufnahme

Im Magen ist ein spezielles Protein angesiedelt, der sogenannte Intrinsic Factor (kurz auch IF). An dieses Protein bindet sich eine kleine Menge des Vitamins. Mit Hilfe des Intrinsic Factor wird das Vitamin über spezielle Darmwandrezeptoren in den Blutkreislauf geschleust. Der Nachteil bei diesem Prozedere ist, dass die Kapazität sehr begrenzt ist. Denn unser Körper ist lediglich in der Lage eine stark begrenzte Menge an Intrinsic Factor zu produzieren. Im Klartext heißt dies, dass pro Mahlzeit nur etwa 1,5 bis 2 µg B12 auf diese Art aufgenommen werden können.

Passive Aufnahme

Einem kleinen Anteil des aufgenommenen Vitamins gelingt es aber auch ohne den Intrinsic Factor die Darmwand zu passieren und in den Blutkreislauf zu gelangen. In diesem Fall spricht man dann von einer passiven Diffusion. Allerdings gelangen auf dem Weg der passiven Diffusion lediglich 1 -2% der aufgenommenen Dosis in die Blutbahn.

Durch diverse Umstände können beide Aufnahmewege für B12 gestört sein. Durch diese Störungen ist die Aufnahme entweder nur bedingt möglich oder sie wird, im schlimmsten Fall, komplett verhindert.

Insbesondere was die Aufnahme über den Intrinsic Factor betrifft, ist diese bei vielen Menschen nicht in vollem Umfang möglich. Eine Tatsache die ein großes Problem darstellt. Und zwar aus dem Grund, weil natürliche Nahrungsmittel in der Regel nicht über eine ausreichend große Menge an Cobalamin verfügen. Somit kann über den Weg der passiven Aufnahme der Bedarf nicht gedeckt werden. 

Welche Gründe kann es für eine Aufnahmestörung von B12 geben?

  • Darmresektion
  • Reizungen sowie Entzündungen des Darms
  • Infektionen, wie zum Beispiel Helicobacter pylori
  • Morbus Crohn, Gastritis oder andere Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
  • Wechselwirkungen mit Drogen, Medikamenten oder Alkohol
  • Autoimmunreaktionen gegen den Intrinsic Factor oder die Cobalamin-Transportmoleküle
  • Störungen der Bauchspeicheldrüse oder der Leber
  • Bakterielle Überwucherungen oder Darmpilze
  • Verringerte Produktion des Intrinsic Factors oder reduzierte Aufnahmefähigkeit aufgrund von fortschreitendem Alter

Aufnahmestörungen bei älteren Menschen

Grundsätzlich lässt sich zunächst einmal sagen, dass die Aufnahmefähigkeit des Darms etwa ab dem 60. Lebensjahr deutlich sinkt. Dazu kommt, dass es im Alter immer schwerer wird B12 aus den Nahrungsmitteln aufzunehmen. Und zwar aus dem Grund, dass zumeist im Alter die Produktion von Verdauungssäften und Enzymen ebenfalls nachlässt. Das Vitamin ist in den Nahrungsmitteln an Proteine gebunden und muss während des Verdauungsvorgangs erst herausgelöst werden. Ist dies nur noch bedingt möglich, dann wird ein großer Teil des aufgenommenen Vitamins quasi ungenutzt wieder ausgeschieden. Aus diesem Grund können viele ältere Menschen aus der Einnahme von Präparaten positiven Nutzen ziehen.

Aufnahmestörungen bei Drogen- und Medikamentenkonsum

Auch bei Drogen- und Medikamentenkonsum kann es zu Störungen bei der Aufnahme von B12 kommen. Derzeit wird eine Aufnahmestörung des Vitamins bei den folgenden Medikamenten und Drogen vermutet, beziehungsweise erforscht:

  • Alkohol
  • Chemotherapie
  • AIDS Medikamente
  • Antibiotika
  • Antibabypille
  • Diuretika (-> harnfördernde Mittel)
  • Betäubungsmittel, insbesondere Lachgas
  • Antidepressiva
  • Antidiabetika wie zum Beispiel Metformin
  • Antazida (-> hierbei handelt es sich um Medikamente gegen Sodbrennen und solche, die Magensäure neutralisieren)
  • Antiepileptika
  • Medikamente gegen Asthma
  • Statine/Lipidsenker (-> auch Cholesterin- beziehungsweise Blutfettsenker)

Erste Symptome: So erkennen Sie einen B12 Mangel

Da sich ein Mangel schleichend einstellt wird er häufig gar nicht oder zu spät erkannt. Doch um schwerwiegende Folgen zu verhindern lohnt es sich, wenn folgende Symptome auftreten, ein wenig genauer hinzuschauen.

  • Sehstörungen, Schwindel, Gleichgewichtsprobleme
  • Blasse Haut
  • Anfälligkeit für Infekte
  • Desorientierung, Verwirrung
  • Wortfindungsstörungen, Gedächtnisprobleme
  • Nervosität, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen
  • Schmerzen und/oder Missempfindungen an Füssen und Händen
  • Müdigkeit, ständige Erschöpfung und Energielosigkeit
  • Wiederkehrende Aphten, schmerzende Zunge

Was passiert, wenn mein Körper nicht ausreichend Cobalamin erhält?

Wie schon mehrmals angedeutet kann ein lang anhaltender Mangel schwerwiegende Folgen für den Körper und die Gesundheit haben. Daher ist es auch besonders wichtig eine Mangelversorgung frühestmöglich zu erkennen und entsprechend gegen zu steuern.

Ein Mangel an Vitamin B12 kann sich in chronischer Müdigkeit sowie Erschöpfung äußern. Darüber hinaus führt ein Mangel zu einer perniziösen Anämie. Bei einer perniziösen Anämie handelt es sich um eine besonders schwere Form der Blutarmut.

Weiterhin führt ein Mangel zu einer gestörten Synthese von Neurotransmittern und Hormonen. Dies kann sich in Depressionen, Schizophrenie, Persönlichkeitsstörungen oder anderen psychischen Erkrankungen äußern.

Außerdem sorgt ein Mangel für eine Schädigung der Nerven-Schutzhüllen. Wird der Mangel zu spät erkannt dann kann dies Nervenschädigungen zu Folge haben die irreversibel sind. Ebenfalls kommt es bei einer Mangelversorgung zu einer Störung des Gehirns und der kognitiven Leistungsfähigkeit. So wird beispielsweise Demenz oder auch Gedächtnisstörungen mittlerweile mit einem Mangel in Verbindung gebracht.

Wie überprüfe ich meine Vitamin B12 Versorgung? – Der Test

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Unter Umständen haben Sie bei sich schon einige der genannten Symptome beobachten können und hegen somit berechtigt Verdacht, dass Sie eventuell an einem Mangel an B12 leiden. An diesem Punkt ist es dann nur sinnvoll einen entsprechenden Test durchzuführen, denn so erlangen Sie Sicherheit.

Derzeit gibt es einige verschiedene Tests, mit denen es möglich ist, einen etwaigen Mangel festzustellen. Die Vielzahl an unterschiedlichen Tests lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen:

Direkte Tests: Bei dieser Variante wird das Vitamin direkt im Blut gemessen. Hier können Sie zwischen Holo-TC und Serum-B12 Tests wählen.

Indirekte Tests: Bei den sogenannten indirekten Tests wird nicht das Vitamin, sondern sogenannte metabolische Marker gemessen. Bei diesen metabolischen Markern handelt es sich um Stoffe, die durch Cobalamin abgebaut werden. Liegt nun ein Mangel vor, vermehren sich diese entsprechend und somit ist ersichtlich, dass ein B12-Mangel vorliegt. Auf dem Sektor der indirekten Tests können Sie zwischen Homocystein und MMA wählen.

Das Testergebnis

Vitamin B12 Tests gibt es für die Durchführung zuhause. Hierbei ist es wichtig den Test laut Packungsanweisung durchzuführen. In der Regel wird der Test dann in beigelegten Umschlag verpackt und an ein Labor geschickt. Die Auswertung des Tests dauert einige Werktage. Meist handelt es sich um einen Zeitraum von 5- 7 Tagen. Danach bekommen Sie das Testergebnis entweder via Mail und/oder per Post zugestellt.

B12 Mangel durch Vitamin Präparate beheben: Worauf Sie achten sollten!

Unter Umständen haben Sie selbst schon einen Test durchgeführt, welcher Ihnen ein Cobalamin-Mangel bestätigt hat. Und nun stellen Sie sich natürlich die Frage zu welchem Produkt Sie greifen sollen, damit der Mangel behoben werden kann und die körpereigenen B12 Speicher wieder aufgefüllt werden.

Gibt Ihr Testergebnis zu erkennen, dass ein besonders schwerer Mangel vorliegt, dann sollten Sie keine Zeit verschwenden und in Eigenregie mit diversen Präparaten herumexperimentieren. In diesem Fall sollten Sie sich an den Arzt ihres Vertrauens wenden und mit ihm gemeinsam über die für Sie geeignete B12 Therapie nachdenken.

In den meisten Fällen liegt jedoch nur ein geringer Mangel vor, sodass die Einnahme von oralen Präparaten ausreichend ist. In den folgenden Abschnitten erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Präparate, wie eine Cobalamin Kur abläuft und wie sich die Einnahme der Produkte gestaltet.

Verschiedene Wirkstoffe und Einnahmeformen – Welches Präparat kommt für mich in Frage?

Sie haben sich auf dem Markt der B12 Präparate vielleicht schon ein wenig umgeschaut und mit Schrecken festgestellt, dass die Auswahl riesig ist. Doch nicht nur hinsichtlich der Darreichungsform unterscheiden sich die einzelnen Produkte, auch im Hinblick auf die Wirkstoffe lassen sich Unterschiede finden.

Besonders oft wird bei den Wirkstoffen das synthetische Cyanocobalamin eingesetzt. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Blausäure und Vitamin B12. Der Wirkstoff zeichnet sich durch eine überdurchschnittlich große Stabilität aus. Ein Nachteil des Wirkstoffs ist allerdings die Tatsache, dass er zum Teil allergische Reaktionen hervorrufen kann. Personen mit Nierenproblemen und Raucher sollten auf Präparate, die auf diesen Wirkstoff verzichten, weil Cyanid unter Umständen negative Körperreaktionen auslösen kann.

Ein weiterer Wirkstoff ist das Hydroxocobalamin. Dieser Wirkstoff bietet einige nennenswerte Vorteile. So setzt er beispielsweise keine Giftstoffe frei, ist für den Körper sehr leicht verfügbar und kann sehr gut gespeichert werden. Dies sind wohl auch die Gründe dafür, dass wir diesen Wirkstoff hauptsächlich in Injektionen finden.

Der Wirkstoff Methylcobalamin hingegen ist die biologisch aktive Form von B12. Der Wirkstoff kann nicht nur direkt von unserem Körper verarbeitet werden, er kann zudem sehr gut in der Leber gespeichert werden.

Auch bei Adenosylcobalamin handelt es sich um eine aktive Form des Vitamins. Adenosylcobalamin zeichnet sich ebenfalls durch sehr gute Speichereigenschaften in der Leber aus.

Hier lässt sich abschließend sagen, dass ein ideales B12 Präparat alle 3 natürlichen Formen beinhaltet. Methyl- und Adenosylcobalamin werden vom Körper benötigt. Das natürliche Hydroxocobalamin hingegen sorgt zusätzlich für die Entgiftung des Körpers und legt einen Cobalamin Speicher an.

Dosierung – Wie oft muss ich das Präparat einnehmen?

An diesem Punkt kommt es natürlich darauf an, um welches Präparat es sich handelt. Bei oralen Präparaten hat sich eine tägliche Einnahme bewährt. Die Einnahme auf eine Wochendosis zu beschränken ist hingegen nicht mehr empfehlenswert. Vitamin B12 wird am besten dann vom Körper aufgenommen und verwertet, wenn es in etwa eine Stunde vor oder nach einer Mahlzeit eingenommen wird.

Injektionen werden nach einem bestimmten Therapieplan angesetzt. Zu Beginn ist dies meist wöchentlich der Fall. Im späteren Verlauf genügt in der Regel eine monatliche Injektionsgabe.

So läuft eine Vitamin B12 Kur ab

Ein Mangel wird immer durch eine Therapie mit B12 Präparaten behandelt. Liegt lediglich eine leichte Unterversorgung vor, dann genügt die Einnahme von oralen Präparaten. Muss hingegen ein ausgeprägter Mangel therapiert werden, dann gliedert sich diese Kur in zwei Abschnitte.

Bei der ersten Phase handelt es sich um die hochdosierte Aufbautherapie. Im Rahmen der Aufbautherapie werden durch Injektionen, die das Vitamin enthalten, die körpereigenen Speicher aufgefüllt und die Blutwerte rasch erhöht.

Daran schließt sich die zweite Phase, die sogenannte Erhaltungstherapie an. In dieser Phase gilt es dann die erzielten Werte zu halten und zu stabilisieren. Dies geschieht in der Regel mittels oraler Präparate.

Vitamin B12 Erfahrungen

Manchmal ist es zwar so, dass man weiß das es notwendig ist ein bestimmtes Medikament oder Präparat einzunehmen. Ein Wissen welches aber dennoch nicht vor Ängsten und/oder Unsicherheiten schützt. Denn viel zu oft hört oder liest man von irgendwelchen Nebenwirkungen.

Sie möchten oder müssen ein synthetisches Präparat konsumieren, fürchten sich aber jedoch das Unverträglichkeiten oder Nebenwirkungen auftreten können? Oder haben Bedenken, dass die erhoffte Wirkung ausbleibt?

Dann werfen Sie doch mal einen Blick auf den Auszug der aktuellen Erfahrungsberichte von Anwendern und machen sich selbst ein Bild. Vielleicht können diese Erfahrungsberichte Ihnen ein wenig die Angst sowie die bedenken vor der Einnahme nehmen.

5 Erfahrungsberichte zu Vitamin B12 (Testimonials)

“Filmtabletten, perfekt für die B12 Versorgung im stressigen Alltag”

Anne Z. schreibt am 10.11.19

Da ich viel unterwegs bin und meine Ernährung daher alles andere als vorbildlich ist, wollte ich meinen B12 Speicher wieder etwas auffüllen. Dank der Filmtabletten gelingt dies mühelos. Sie lassen sich überall mit hinnehmen und ich benötige nur zusätzlich etwas Flüssigkeit. Ich nehme das Präparat nun schon seit einigen Wochen und kann sagen, dass ich mich nicht mehr so abgeschlagen fühle wie vor der Anwendung. Daher kann ich es nur empfehlen!

“Dank B12 Kapseln keine Beschwerden mehr in den Wechseljahren”

Doris G. schreibt am 20.12.19

Bei mir haben die Wechseljahre sehr unschön zugeschlagen. Die Hitzewallungen in der Nacht waren da noch das geringste Problem. Allerdings haben immer wieder auftretende Angstzustände mich stark in meinem normalen Alltag eingeschränkt. Auf Anraten meines Hausarztes habe ich mich dann für die Einnahme von Vitamin B12 Kapseln entschieden. Schon nach kurzer Zeit konnte ich eine deutliche Verbesserung spüren. Die Hitzewallungen sind mittlerweile nicht mehr so stark ausgeprägt und auch die Angstzustände sind zwar noch nicht ganz verschwunden aber deutlich schwächer ausgeprägt. Ich bin guter Dinge, dass bei einer weiteren Einnahme die Symptome ganz verschwinden werden.

“B12 Lösung zum Einnehmen, für mich die ideale Alternative zu Tabletten”

Herbert M. schreibt am 21.12.19

Das Schlucken von Kapseln oder Tabletten war für mich schon seit jeher ein Gräuel. Nun sollte ich aufgrund eines leichten B12 Mangels Tabletten einnehmen. Zunächst habe ich das natürlich versucht, da ich nicht wusste das es Alternativen gibt. Nach Rücksprache mit meinem Arzt habe ich mich dann für die B12 Lösung zum Einnehmen entschieden. Für mich ist das die perfekte Wahl!

“Endlich – B12 auch zum Lutschen!”

Eine Anwenderin schreibt am 5.01.20

Da ich mich vegetarisch ernähre gestaltet sich die Aufnahme von B12 ja eher schwierig. Um einem eventuellen Mangel vorzubeugen war ich lange Zeit auf der Suche nach einem Präparat, das sich unkompliziert einnehmen und mitnehmen lässt. Nun bin ich mit den Lutschtabletten endlich fündig geworden. Sie schmecken nicht nur gut, ich kann mir zudem auch sicher sein so ganz einfach etwas Gutes für meine Gesundheit zu tun. Außerdem merke ich nun, da ich das Produkt nun schon seit geraumer Zeit einnehme, dass ich deutlich leistungsfähiger und auch vor und während meiner Periode nicht mehr so müde bin.

“B12 Injektionen – Mangel schnell behoben”

Günther T. schreibt am 29.01.20

Beim Arzt wurde bei mir ein ausgeprägter B12 Mangel festgestellt. Um die Körperspeicher in kürzester Zeit wieder aufzufüllen wurde mir eine Kur mit B12 Spritzen empfohlen. Auch wenn ich kein Freund von Spritzen bin so bin ich doch sehr froh die Entscheidung getroffen zu haben. Denn schon nach kurzer Zeit ging es mir dank der Injektionen sehr viel besser!

Vitamin B12 Anwendung & Einnahme

Auf dem Sektor der Cobalamin Präparate gibt es selbstverständlich unterschiedliche Darreichungsformen. Diese kommen je nach Ausmaß des Mangels oder aber nach persönlichen Vorlieben zum Einsatz. Insbesondere wenn es um die oralen Präparate geht, entscheidet oft die persönliche Vorliebe darüber, zu welcher Form von Präparat gegriffen wird.

Tabletten, Kapseln und Co werden zumeist täglich vor oder nach den Mahlzeiten eingenommen.

Injektionen mit B12 hingegen werden entweder wöchentlich oder aber monatlich verabreicht. Nachfolgend möchten wir auf die unterschiedlichen Darreichungsformen etwas näher eingehen.

Vitamin B12 Tabletten

Auf dem Bereich der oralen Präparate zu dem auch die Tabletten gehören unterscheiden sich die einzelnen Produkte aufgrund ihrer Form sowie durch die enthaltenen Zusätze.

  • Tabletten enthalten meist diverse Zusatzstoffe.
  • Kapseln sind die beste und reinste Form der oralen Präparate.
  • Lutschtabletten sind in ihrer Wirkung vergleichbar mit Kapseln und bringen den Vorteil mit sich, dass sie für viele Anwender bequemer und einfacher zu konsumieren sind.
  • Vitamin B12 als Tropfen, Lösung oder Spray ist insbesondere für Kinder, ältere Menschen oder aber für Personen mit Schluckbeschwerden eine gute Alternative.

Vitamin B12 Spritzen

Im Regelfall genügt die Einnahme von oralen Präparaten. Doch gibt es durchaus auch Fälle, in denen die Gabe von oralen Präparaten deplatziert wäre. In diesen Fällen kommen dann Vitamin B12 Injektionen zum Einsatz. Dies geschieht unter anderem wenn einer der folgenden Punkte zutrifft:

  • Es sind ausgeprägte Mangel-Symptome vorhanden
  • Es liegt bereits ein starker Mangel vor
  • Es liegt eine schwere Magen- Darmerkrankung vor

Wie schnell wirkt Vitamin B12?

An diesem Punkt können wir nun kein fixes Zeitfenster nennen. In jedem Fall ist klar, dass B12 Injektionen in einem relativ kurzen Zeitraum schon eine erste Wirkung erzielen. Was nur gut und richtig ist, schließlich werden Injektionen auch nur dann verabreicht, wenn ein hochgradiger Mangel oder aber eine Magen- Darmerkrankung vorliegt. Das rasche Eintreten einer Wirkung ist dann nämlich absolut erwünscht.

Bei oralen Präparaten hingen ist das Zeitfenster etwas länger, Denn schließlich ist hier das Vitamin nicht so hoch dosiert wie es bei einer Injektion der Fall ist.

Wie lange sollte man Vitamin B12 einnehmen?

Orale Präparate also beispielsweise Tabletten oder kapseln können auf Dauer täglich eingenommen werden – Um einen Mangel nicht nur zu beheben, sondern auch gezielt vorzubeugen.

Wer sich allerdings unsicher ist oder aber das Auftreten von Nebenwirkungen beobachtet, die mit dem eingenommenen Präparat zusammenhängen könnte, der sollte sich unter keinen Umständen davor scheuen einen Arzt zu konsultieren.

Haben Vitamin B12 Präparate Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen sind im Allgemeinen nicht bekannt. In vereinzelten Fällen kann es zu einer leichten Hautrötung kommen. Die allerdings sofort wieder verschwindet sobald das Präparat abgesetzt wird.

In sehr seltenen Fällen kann es nach der Gabe von Injektionen oder Infusionen mit B12 zu einem allergischen Schock kommen.

Überdosierung von Vitamin B12 vermeiden

Im Prinzip ist es nicht möglich Cobalamin über zu dosieren. Denn was der Körper nicht verwerten kann, dies scheidet er über die Harnwege wieder aus. Bis dato ist eine toxische Dosis nicht bekannt.

Worauf Sie beim Absetzen von Vitamin B12 achten müssen

Die meisten Menschen möchten ein synthetisches Präparat nicht auf Dauer einnehmen und daher wird des Öfteren die Frage laut ob es beim Absetzen der Präparate irgendetwas zu beachten gibt.

Nach unserem Wissensstand müssen beim Absetzen eines Präparats keine besonderen Maßnahmen beachtet werden.

Fazit

Vitamine der B-Gruppe haben einen großen Einfluss auf den Stoffwechsel im menschlichen Körper. Durch die B-Vitamine wird nicht nur der allgemeine, sondern ebenfalls der Stoffwechsel der Aminosäuren gesteuert.

Kommt es zu einem Defizit, dann kann dies unterschiedliche Auswirkungen nach sich ziehen. So zeigt sich ein Mangel an Vitamin B12 beispielsweise in Form von Appetitlosigkeit, eingerissenen Mundwinkeln oder Depressionen.

Aus diesen und noch vielen weiteren, die wir Ihnen im Verlauf des Artikels vorgestellt haben, ist es von enormer Wichtigkeit auf eine ausreichende Versorgung zu achten.

Haben Sie aufgrund Ihres Ernährungsstils oder der aktuellen Lebenssituation Bedenken, dass eventuell ein Mangel auftreten kann oder vielleicht schon vorhanden ist, dann empfiehlt sich die Durchführung eines entsprechenden Tests.

Spezielle Risikogruppen wie beispielsweise Raucher oder auch Menschen die vegan leben sollten zudem über die Einnahme von synthetischen Präparaten nachdenken.

Abschließend hoffen und wünschen wir uns, dass wir Ihnen rund um das Thema Vitamin B12 einige Fragen beantworten konnten. Das wir Unsicherheiten aus dem Weg räumen und vielleicht auch Ängste nehmen konnten.

Studien und Fachliteratur über Vitamin B12

  • https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK441923/
  • https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3257642/
  • https://www.apotheken-umschau.de/Ernaehrung/Vitamin-B12-Cobalamin-169919.html
  • https://www.livescience.com/47398-vitamin-b12-deficiency-supplements.html

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